OCHSENFARTH Gärtner von Eden · SchalksmühleHaben Sie Fragen? +49 2355 903180
Startseite/News

Tipps, Trends und saisonale Hinweise für alle Gartenliebhaber

Regenwasser für Pool & Teich – Nachhaltiges Nachfüllen statt Trinkwasser

Jeder heiße Sommertag entzieht dem Pool mehrere Millimeter Wasser – allein durch Verdunstung. Wer statt Leitungs­wasser auf Regentropfen setzt, spart Ressourcen und Gebühren, entlastet das Grund­wasser und schont das Klima. Im Zuge zunehmender Dürre­perioden gewinnt das Konzept „regenwasser pool nachfüllen“ an Relevanz. Gesetzgeber und Kommunen begrüßen die Entwicklung, setzen aber klare technische und hygienische Rahmen.

 

Warum Regenwasser? Ökologische & finanzielle Vorteile

Regen kommt frei Haus und enthält im Vergleich zum oft kalkhaltigen Leitungs­wasser weniger Härte­bildner. Das schont die biologische Filterzone des Naturpools, verringert Ablagerungen und senkt den Bedarf an Pflege­mitteln. Gleichzeitig reduzieren sich Gebühren für Trink‑ und Abwasser. Der Spareffekt kann je nach Region erheblich sein und führt in vielen Fällen dazu, dass die Investition in eine Zisterne schneller wirtschaftlich wird, als auf den ersten Blick ersichtlich.

 

Technik: Zisterne, Filter, Nachspeise‑Pumpe

Herzstück ist eine unterirdische Zisterne aus PE‑Kunststoff oder Beton. Ein mehrstufiges Filter­system hält Laub und Schmutz zurück, bevor das Wasser in die Speicher­kammer gelangt. Dort arbeitet eine leise Tauch­druckpumpe mit schwimmender Entnahme: Sie fördert nur das relativ saubere Wasser knapp unter der Oberfläche. Eine intelligente Steuerung prüft Wasserstand und Qualität – ist die Zisterne leer oder das Wasser zu trüb, schaltet sie automatisch auf eine Not­leitung mit Leitungswasser um.

 

Qualitäts­anforderungen für Bade­wasser

Auch wenn Regenwasser grundsätzlich weich ist, können Pollen, Vogelkot oder Staub Belas­tungen eintragen. Eine UV‑Durchfluss­desinfektion kurz vor der Einspeisung in den Pool sorgt dafür, dass Keime inaktiviert werden, ohne die chemie­freie Philosophie des Naturpools zu stören. Wichtig ist außerdem ein freier Auslauf (Typ AA nach DIN 1989), der verhindert, dass Poolwasser in die Regenwasser­anlage zurück­strömt und so Trinkwasserleitungen kontaminiert.

 

Integration in bestehende Anlagen: Schritt‑für‑Schritt

  1. Standortanalyse: Reicht die Dachfläche, um genug Regenwasser aufzufangen?

  2. Zisternenvolumen bestimmen: Ein Fachbetrieb kalkuliert anhand von Poolgröße, regionalen Niederschlags­werten und geplanter Garten­bewässerung.

  3. Verlegen der Leitungen: Trink‑ und Regenwasser­leitungen müssen strikt getrennt sein; farblich markierte Rohre verhindern Verwechslung.

  4. Montage der Pumpe & Steuerung: Dabei werden Sensoren für Wasserstand und Trübung integriert.

  5. Inbetriebnahme & Schulung: Nutzer*innen lernen, Filter zu reinigen und den UV‑Strahler jährlich zu tauschen.

 

Rechtslage & Genehmigungen in NRW und bundesweit

In den meisten Bundesländern genügt eine formlose Anzeige beim Bauamt, sofern gewisse Grenzwerte eingehalten werden. Für große Zisternen oder Grund­wasser­anschluss kann eine wasser­rechtliche Erlaubnis notwendig sein. Wichtig ist, dass Ablauf und Notüberlauf fachgerecht in das Regen­wasser­kanalnetz geführt werden. Wer die Anlage an das Smart‑Metering seiner Kommune koppeln möchte, sollte schon in der Planungs­phase auf entsprechende Schnittstellen achten.

 

Beispiel Praxisnutzen: Erfahrungsbericht eines Teichbesitzers

Ein Schwimmteich im Münsterland wird seit zwei Saisons nahezu ausschließlich mit Regenwasser nachgefüllt. Der Betreiber berichtet von einer sichtbar geringeren Fällung weißen Kalks auf Naturstein‑Einfassungen und muss den Biofilter seltener spülen. Gleichzeitig fühlt er sich unabhängiger von möglichen Trinkwasser­beschränkungen in Trocken­sommern.

 

Nachhaltige Zukunft: Regen als Ressource begreifen

Mit Regenwasser zu arbeiten bedeutet, den natürlichen Wasser­kreislauf zu schließen. Besonders in Zeiten, in denen Kommunen über Pool‑Füllverbote diskutieren, ist ein eigenes Speichersystem ein Statement für verantwortungs­vollen Luxus. Die Technik ist ausgereift, wartungsarm und fügt sich hervorragend in bestehende Naturpools ein, ohne dass große Bauarbeiten nötig sind.

 

Fazit

Ob Neubau oder Nachrüstung: Wer sich für Regenwasser entscheidet, investiert in ein stabiles Ökosystem, mehr Unabhängigkeit und das gute Gefühl, aktiv Ressourcen zu schonen.

Vom Gartenwissen zu Ihrem Garten.

Ihr Gartenprojekt besprechen ↗

← Alle News

BiotopBiotop-Partnerseit 2021Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW

Was suchen Sie?

Datenschutzeinstellungen

Diese neue Website verwendet keine Analyse- oder Marketing-Cookies. Bilder und Schriftarten werden lokal bereitgestellt. Externe Dienste werden erst durch das Öffnen eines entsprechenden Links aufgerufen.

Informationen der bestehenden Website finden Sie unter Datenschutz.